BERATUNG  Wertorientierung [Value-based Consulting]
  Seinen Ursprung findet wertorientiertes Management oder value-based Management (VBM) in dem Ziel der Unternehmenswertsteigerung, insbesondere börsennotierter Unternehmen. Die Orientierung am Unternehmenswert, gemessen an der künftigen Ertragskraft ist jedoch auch für nicht-börsennotierte Unternehmen von immenser Bedeutung: Die Anforderungen zur Kreditvergabe werden zunehmend am Unternehmenswert ausgerichtet, wie die Basel II-Kriterien belegen.
VBM implementiert den Gedanken der Theorie der Firma ins Management und schafft damit die Basis für leistungsorientierte Vergütungs- und Beteiligungssysteme. VBM verfolgt hierbei drei Ansatzpunkte:
  • Leistungsrentabilität durch Straffung der Wertschöpfungsaktivitäten, wobei neben der Optimierung der Kundenbeziehungen die Eliminierung nicht-wertschöpfender Aktivitäten und Kostentreiber (Cost Drivers) des indirekten Bereichs im Mittelpunkt stehen. Durch nicht-wertschöpfende Aktivitäten, also Synchronisationsprozesse wie beispielsweise Rüstzeiten, Lagerung, Rückfragen und interne Koordination, werden nicht nur wesentliche Vorteile im Wettbewerb verschenkt, sondern systematisch Kapitalreserven aufgezehrt.
  • Kapitalproduktivität: Die Unternehmensfinanzierung gilt als wesentliche unterstützende Unternehmensaktivität. Mittles Straffung des Forderungsmanagements, Konzentration auf das betriebsnotwendige Vermögen sowie einer Optimierung der Finanzstruktur werden Reserven für zielgerichtete Zukunftsinvestionen freigesetzt.
  • Portfolio-Steuerung: Eine rechtzeitige Investion in Zukunftsmärkte und -leistungen ermöglicht kontinuierliches Wachstum und eine künftige Ertragskraft.

Wertorientierung verbessert nicht nur Kapitalreserven, sondern auch Ihre Financial Ratios zur Refinanzierung, ob über Kredite, Darlehn oder Beteiligungen.
Ziel ist die Erreichung eines ausgeglichenen Balanced Scorcard und somit die Steigerung des Unternehmenswertes aus Sicht des Investors oder Kapitalanlegers ebenso wie aus Sicht des Kreditinstituts. Dies erfordert interdisziplinäre Kooperation in den Bereichen Conrolling, Finanzierung, Investor Relations/Public Relations und Marketing, welche durch Loss Prevention getragen wird.

Die Anforderungen an Value-based Consulting sind hoch und decken vier Phasen des Value-based Management ab:1)
  1. Value Assesment: Im Rahmen der Bestandsaufnahme wird insbesondere geklärt, welche Wertbeiträge einzelne Organisationsteile liefern, oder
    Wo schaffen wir Werte?

     
  2. Value Driver Analysis: Die Analyse der Wertbeiträge kann zum Werttreiberbaum ausgebaut werden, welcher neben Rentabilität (NOPAT; Net Operating Profit) auch die Kapitalkosten betrachtet und somit eine fundierte Wertkennzahl, den Economic Value Added (EVA) produziert. Im Mitelpunkt steht als die Frage:
    Wie schaffen wir Werte?

     
  3. Value Management. diese ermöglicht die zielgerichtete Anpassung der Finanzmanagements zur nachhlatigen Wertsteigerung. Hierbei stehen insbesondere wertorientierte - im Gegensatz zu den im englischsprachigen Raum üblichen operativ-gewinnorinetierten - Vergütungssysteme im Mittelpunkt.2) Im Mittelpunkt steht also die Frage:
    Wie werden wertorientierte Entscheidungen getroffen?

     
  4. Value-based Reporting: Ein konsequente Integration wertorientierter Kennzahlen in das betriebliche Informations- und Enstcheidungssystem ermöglicht nicht nur das rechtzeitige Erkennen von Fehlentwicklungen im Sinne einer Ziellücke (Gap), sondern auch eine wertorientierte Kommunikation mit den Anteilseignern und Gläubigern. Erst die kommunikatiove Einbindung nach Innen und nach Außen schafft die Voraussetzungen für eine wertsteigernde Arbeitsspähre; deshalb:
    Wie werden die Wertbeiträge besser kommuniziert?
 
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aktualisiert am 12.03.2011 © Sylvia Nickel  Zu XING    Zu Facebook  


Quelle: www.2nc.de